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Planbar, modern, langlebig: WPC-Fassaden als Materialwahl in der Architektur

Architekten fordern von Fassaden oft Widersprüchliches: die organische Textur von Holz, gepaart mit minimalem Unterhalt. WPC-Fassaden lösen diesen Konflikt technisch — die Polymer-Matrix sorgt für Witterungsbeständigkeit ohne chemische Nachbehandlung, während die gestalterische Integrität des Entwurfs über die Nutzungsdauer erhalten bleibt. Unterlagen, Muster und Fachberatung für Architekten & Fachplaner stellen wir als Schweizer Fachhändler projektbezogen bereit.

Was müssen Architekten über das Materialsystem wissen?

WPC verbindet Holzfasern, Polymere und Additive im Extrusionsprozess zu einem homogenen Profil. Anders als Holz, das auf Feuchtigkeitsschwankungen mit Quellen und Schwinden reagiert, verhält sich der Verbundwerkstoff dimensionsstabil; coextrudierte Profile tragen zusätzlich eine geschlossene Deckschicht als Schutz- und Farbträger. Die massgeblichen Kennwerte sind dabei nicht pauschal, sondern produktspezifisch — sie stehen im Datenblatt des jeweiligen Profils und gehören in jede Spezifikation.

Dokumentierte Systemwerte am Beispiel Eco Face Keilspund

WertEco Face Keilspund
Profil194 × 27 mm, Hohlkammerprofil
Deckmass185 mm
LängenStandard 3,6 m · Sonderlängen bis 5,2 m
Gewicht14,15 kg/m²
Bedarf5,4 Leisten pro m²
Oberflächeglatt geschliffen · 7 Farbtöne
Verlegungvertikal oder horizontal · vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)
BefestigungNut-/Spundverbindung, verdeckt mit Edelstahl-Montageklammern — plane Fläche mit geschlossener, blickdichter Fuge

Schmalere Profile im Sortiment — etwa das Eco Face Splin CoEx — betonen die Vertikale; deren technische Werte stellen wir mit dem produktspezifischen Datenblatt bereit. Das vollständige Sortiment zeigt die Kategorie WPC Fassaden.

WPC Fassaden Eco Face Keilspund
WPC Fassaden Eco Face Keilspund

Wetterfeste WPC-Fassade im traditionellen Keilspund-Design – splitterfrei, farbecht und wartungsfrei. Unsichtbare Clip-Montage für eine schnelle, elegante Verarbeitung am Objekt.

Saisonaktion Ab 61,- / m²

Wie funktioniert die Gebäudehülle als System?

In der Schweizer Praxis ist die vorgehängte hinterlüftete Fassade der Standard für hochwertige Gebäudehüllen; das WPC-Profil bildet darin die äussere, sichtbare Schicht. Die Hinterlüftungsebene ist ein funktionales Bauteil: Warme, feuchte Luft aus dem Gebäudeinneren muss über Zuluftöffnungen am Sockel und Abluftöffnungen am Dachabschluss abgeführt werden — der Luftspalt wird üblicherweise mit 20–40 mm geplant und darf in der Ausführung nicht zugebaut werden.

Thermische Ausdehnung. WPC arbeitet mit der Temperatur. Deshalb werden die Paneele schwimmend montiert: Klammern und Clips fixieren nicht starr, Dehnungsfugen an Rändern, Stössen und Anschlüssen folgen den Montagevorgaben des jeweiligen Systems. Ein starrer Anschlag an einer Fensterlaibung führt bei sommerlicher Erwärmung zu Deformation — die Fugenplanung gehört darum in die Detailphase, nicht auf die Baustelle.

Wie gestaltet man mit Deckbreite, Oberfläche und Licht?

Die Fassade ist das Gesicht des Gebäudes. Breitere Profile — wie das Keilspund mit 185 mm Deckmass — strukturieren grossflächige Fassaden ruhig und grosszügig; schmalere Profile betonen die Vertikalität und lassen höhere Baukörper schlanker wirken. Glatt geschliffene Oberflächen erzeugen bei tiefem Sonnenstand präzise Schattenkanten und unterstreichen klare Linien; gebürstete Oberflächen streuen das Licht weicher. Mit sieben Farbtönen — von Anthrazit und Steingrau bis zu Braun- und Mixed-Tönen — lässt sich die Hülle auf Umgebung und Materialkontext abstimmen; die Wirkung prüfen Sie am besten am Muster bei Tageslicht: Musterbox bestellen.

Wie schneidet WPC im Vergleich der Fassadenmaterialien ab?

KriteriumHolz (Natur)FaserzementWPC
Materialcharakterhygroaktiv, arbeitetmineralisch, sprödedimensionsstabiler Verbundwerkstoff
Wartungwiederkehrende AnstricheReinigungReinigung
Fugenbild über die Jahreveränderlichsehr stabilsehr stabil
UV-Verhaltenvergraut unbehandeltsehr stabilfarbstabil ausgelegt, produktabhängig
Detailkomplexitäthoch (Quellmass)hoch (Zuschnitt)mittel (Klammer-/Clipsystem)

Die Materialwahl bleibt eine Frage des Projektkontexts: Wo die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer und ein stabiles Erscheinungsbild zählen — etwa bei schwer zugänglichen Fassaden — spielt WPC seine Stärken aus.

Was ist beim Brandschutz in der Schweiz zu klären?

Fassadenbekleidungen unterliegen in der Schweiz den VKF-Brandschutzvorschriften; massgeblich ist die Klassifizierung nach EN 13501-1 — und zwar für das eingesetzte Profil im konkreten Systemaufbau, nicht für «WPC» als Material. Für die Baueingabe gilt deshalb: Klassifizierung und Nachweise gemäss den Unterlagen des jeweiligen Profils verwenden und objektspezifische Systemnachweise früh anfordern — wir stellen die verfügbaren Unterlagen bereit und klären offene Nachweise für Ihr Projekt über das Kontaktformular.

Warum zählt der Sanierungszeitpunkt jetzt auch steuerlich?

Mit dem Ja zur Abschaffung des Eigenmietwerts (Volksabstimmung vom 28. September 2025) ändert sich die Besteuerung von selbstgenutztem Wohneigentum grundlegend. Der Bundesrat hat das Inkrafttreten des Systemwechsels auf den 1. Januar 2029 festgelegt: Bis Ende 2028 können Eigentümerinnen und Eigentümer selbstgenutzter Liegenschaften Unterhalts- und Renovationskosten weiterhin in Abzug bringen — massgebend ist das Rechnungsdatum. Ab 2029 entfallen diese Abzüge für Selbstnutzer, zusammen mit dem Bundesabzug für energetische Sanierungen; bei vermieteten Liegenschaften bleibt der Unterhaltsabzug bestehen.

Für die Beratung privater Bauherrschaften heisst das: Eine werterhaltende Fassadensanierung, die ohnehin ansteht, ist im Fenster bis Ende 2028 auch steuerlich interessant — danach nicht mehr. Zu beachten bleibt die Abgrenzung werterhaltend/wertvermehrend sowie kantonale Unterschiede; dieser Beitrag ersetzt keine Steuerberatung — die Details klärt die Bauherrschaft mit ihrer Steuerberatung oder dem kantonalen Steueramt.

Wie fällt die Ökobilanz über den Lebenszyklus aus?

Die Bewertung endet nicht am Werktor: Über die Nutzungsdauer entfallen bei WPC die wiederkehrenden Anstriche und die damit verbundenen Beschichtungsstoffe, die bei bewitterten Holzfassaden ausgewaschen werden können. Für Zertifizierungen (LEED, DGNB, Minergie-ECO) sind Rezyklat-Anteil und Emissionswerte gemäss den Produktunterlagen zu prüfen. Eine ausführliche Entscheidungshilfe bietet unser Beitrag Nachhaltige Fassadensysteme – wie trifft man eine fundierte Entscheidung?.

Welche Details machen den Unterschied in der Ausführung?

Gebäudeecken. Exakte Gehrungen auf Stoss sind bei arbeitendem Material kaum dauerhaft rissfrei zu halten. Das System löst das mit eigenen Aluminium-Profilen — Innenecke, Aussenecke, Abschluss- und Stossprofil, pulverbeschichtet in der jeweiligen Profilfarbe — die eine saubere Linie ziehen und die Bewegung der Paneele aufnehmen.

Fensteranschlüsse. Anschlussprofile müssen Wasser von der Fassadenhaut wegführen, ohne die Hinterlüftung zu unterbrechen — die Fugenplanung folgt den Systemvorgaben.

Sockelbereich. Der Sockel trägt die höchste Belastung durch Spritzwasser; in der Praxis endet die Bekleidung mit ausreichend Abstand über dem Gelände, die Unterkonstruktion wird korrosionsfest ausgeführt.

Welche Unterlagen stehen für die Spezifikation bereit?

Für Sichtschutz- und Fassadensysteme liegen Ausschreibungstexte vor; Muster, Datenblätter und projektspezifische Angaben stellen wir vor der Spezifikation zusammen — erst anfassen und prüfen, dann ausschreiben. Die Projekt- und Kostenperspektive über alle drei Produktlinien hinweg beleuchtet unser Beitrag WPC im Projekt: Terrasse, Sichtschutz und Fassade planen.

Markus Besmer
Markus Besmer

Markus Besmer ist seit 2019 als Geschäftsführer und Produktmanager bei der Timberline AG tätig und verantwortet dort insbesondere die Bereiche WPC sowie Fassaden- und Terrassensysteme. Mit langjähriger Erfahrung in der Entwicklung, dem Vertrieb und der Anwendung hochwertiger Outdoor-Lösungen verfügt er über fundiertes Fachwissen in Materialtechnologie, Systemaufbau und Marktentwicklung. Seine Spezialgebiete umfassen innovative Verbundwerkstoffe, langlebige Terrassenlösungen sowie die praxisnahe Umsetzung anspruchsvoller Bauprojekte. Durch seine Kombination aus technischem Know-how, Marktverständnis und internationaler Beschaffungskompetenz gilt er als ausgewiesener Experte in der Branche.

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